Der Geist formt die Materie. Daraus folgt, dass das Außen stets eine Projektion unseres Inneren, unseres Seelenzustands ist. Da wir auf einem Planeten leben, dessen Oberfläche mit Zement und Beton überzogen ist – die größten CO2-Emittenten nach dem Militär –, lässt dies bezüglich unserer seelischen Verfassung tief blicken. Seit mehr als einem Jahr vollzieht sich eine Entwicklung, die unsere Gesellschaft tief spaltet.


Unerbittlich und mit den härtesten Verbalgeschützen wird gestritten. Gute Greta oder böse Greta? Gutes CO2 oder böses CO2? Notwendige Klimarettung oder sozialistische Ökodiktatur? Natürlicher oder menschengemachter Klimawandel? Während nun landauf landab Uneinigkeit darüber besteht, dürfte eine andere Form des Klimawandels unumstritten sein: jener auf der zwischenmenschlichen Ebene. In diesem Bereich sind wir heillos verpestet.


Durch Traumatisierungen, die wir uns wechselseitig zufügen, und durch Empathiemangel entstehen innere Defizite, die wir durch materielle Ersatzbefriedigungen kompensieren. Und genau dies ist die Wurzel des Übels, das unseren Planeten – mit oder ohne CO2 – für uns Menschen zunehmend unbewohnbar macht. Diese Botschaft hat der 23-jährige Rapper Courtier auf seiner neuen Single „System Change“ auf einen Beat gepackt.

Zwischenmenschlicher Klimawandel