Seit langem treibt viele von uns die Frage um, wann Schluss ist mit der epischen Geduld der Deutschen. Wann ist der Punkt erreicht, an dem sie in großer Zahl auf die Straße gehen und einer enthemmten Regierung, die uns weiterhin Grundrechte vorenthalten will, das Stoppschild zeigt.

Dieser Punkt ist natürlich nicht genau bestimmbar. Doch man kann sich der Antwort nähern. Zum Beispiel, indem man sich die Zeit vor und um die Jahreswende 1916/17 anschaut. Das war der berühmte Steckrübenwinter, eine Hungerkatastrophe, in der die Preise für Nahrungsmittel explodierten, die Ernten um die Hälfte einbrachen, 11.000 Ersatzprodukte für Nahrungsmittel auf den Markt kamen, die britische Seeblockade alles verschlimmerte, die Schulspeisungen endeten und die Volksküchen allein in Hamburg jeden Tag 150.000 Menschen durchfüttern mussten. 800.000 Menschen starben während des Ersten Weltkriegs bei uns an Unterernährung.

Das alles ließen die Deutschen über sich ergehen und hielten der Regierung die Stange. Erst nach der Niederlage im Krieg kam es zur Novemberrevolution von 1918. Das lässt trotz aller Unterschiede zwischen damals und heute erahnen, wie viel auf die Haut der Deutschen geht, bevor sie das Sofa verlassen und die Heugabeln in die Hand nehmen ….

Wann reißt die Hutschnur der Deutschen?