Protest als Eventkultur bis zum nächsten Schlussverkauf

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oder die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie. Ein Kommentar von Bernhard Loyen. Freitag, der 29.3.2019 ist mit Sicherheit ein ganz großer Tag für die jungen und jüngeren Klimaschützer hier in Berlin. Mobilgeräte aufgeladen für die Instagram Story des Monats, das Selfie-Highlight der jungen Demo-Karriere. Greta Thunberg is coming, mit einer, also der Goldenen Kamera aus dem Hause Funke Mediengruppe. Vorgeführt, präsentiert, also vorgestellt von der deutschen Oberklimaschützerin Luisa Neubauer. Die stellt sich auf ihrem Instagram Profil so vor: usually with coffee. green vibes. climate activist. european. also: human.

Luisa ist zwar schon lange nicht mehr im schulpflichtigen Alter, aber sie verkauft die Sorgen der Kinder und Jugendlichen extrem engagiert und vor allem professionell. Mit ihren 23 Jahren, geschult und gesponsert von der Heinrich-Böll Stiftung, präpariert für die große Karriere bei den Grünen, mimt sie den schimpfenden Rohrspatz. Das klingt bei ihr dann so, Zitat: Wir wissen seit 40 Jahren, was gegen die Klimakrise zu tun ist, und haben keine Sekunde länger zu warten (1). Spüren sie auch die Wut? Dafür bekommt sie Beifall quer durch die Republik und wer nicht mitklatscht ist doof, kein Kinderversteher, oder wie Frau Neubauer spricht, Zitat: ein alter weißer Mann. Jüngst bei Hart aber Fair klang das zum Thema E-Autos hätten keine Seele so, Zitat: Sorry, wir haben keine Zeit dafür, uns um die Seele zu kümmern“, erwiderte da Neubauer.

Während die Menschheit in eine Klimakrise rase, würden „alte weiße Männer“ solche Überlegungen anstellen. Sie erhielt herzlichen Applaus. Kommen wir zum eigentlichen Thema. Ich würde ja gerne persönlich die vielen Jungen und Mädchen auf der Demo morgen mal befragen zu ihrem Einkaufsverhalten bei den Anziehsachen. Vielleicht Shirt von H & M, Hose von Zara, Jacke von S.Oliver, Sneaker von Nike oder Adidas. Halt coole Klamotten. Ob sie sich bei dem Thema auch so auskennen und engagieren? Stichwort: Ausbeutung von Textilsklaven in China, Indien und Indonesien. Interessiert es sie überhaupt, oder nervt das Thema vielleicht ein bisschen? Sarkasmus beiseite. Ehrlich. Sie sind jung und müssen noch viel lernen. Vorwürfe an Kinder hinsichtlich Unwissenheit sind arrogant und unangebracht. Erklären, also aufklären sollten die Eltern, Erwachsene, Lehrer oder etwas ältere Vorbilder, so wie Luisa…weiterlesen hier:https://kenfm.de/tagesdosis-28-3-2019…