Pharmalobby: Wie Medizinstudenten geködert werden

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Die Pharmaindustrie geht in Deutschland gezielt auf junge Medizinstudenten zu. Fast 90 Prozent haben schon mal ein Geschenk von einem Pharmakonzern angenommen. Das hat Prof. Klaus Lieb von der Universitätsmedizin Mainz in einer Studie herausgefunden. Künftige Ärzte ködern Das Ziel: Angenehme Kontakte schaffen, mit Blick auf die Zukunft. Denn aus den Studenten werden junge Ärzte, manche mit eigenen Praxen. Spätestens dann bekommen sie wieder Besuch vom Pharmakonzern.

Bei 19 % der Ärzte steht sogar täglich ein Pharmavertreter auf der Matte. Prof. Lieb warnt: „Das Risiko ist, dass die Ärzte nicht das verordnen, was auf Grund der wissenschaftlichen Datenlage am besten ist für den Patienten, sondern dass sie auf Grund von Geschenken, Einladungen der Industrie bewegt werden, das Medikament der bestimmten Firma zu verkaufen.“ Risiko Verschreiben Ärzte Medikamente, nur weil sie von der Pharmaindustrie Geschenke angenommen haben? Das wäre fatal. Schließlich haben manche Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen. Außerdem würde es die Krankenkassen unnötig belasten.

Die Beitragssätze könnten dann weiter steigen. Ob ein Arzt wirklich unabhängig ist, ist als Patient jedoch schwer zu erkennen. Schulung der Ärzte Langfristig müssen also die Ärzte selbst ein Gespür entwickeln. Eine der wenigen Unis in Deutschland, die dafür spezielle Vorlesungen anbieten, ist Mainz. Hier lernen Studenten, wie sie Interessenkonflikte erkennen – um in Zukunft auch mal NEIN sagen zu können.

Hier das Video nochmals falls YouTube es wieder löscht.
Dieses Video ist auch wichtig da es den Herrn Seehofer beim Aussprechen der Wahrheit über die Pharma Lobby zeigt.

Pharmalobby: Wie Medizinstudenten geködert werden