Viel Steuergeld für Medien

Als große Corona-Profiteure erwiesen sich auch, nachdem das Steuergeld sehr locker sitzt, die ÖVP-nahen österreichischen „Kreativen“, sprich die Medienlandschaft und die Werbeindustrie. Zeitungen, allen voran der Wiener Boulevard mit Krone, Kurier, Österreich und Heute, konnten sich über stattliche Corona-Hilfen in Millionenhöhe freuen. Insgesamt mehr als 32 Millionen Euro ließ sich die Bundesregierung eine wohlwollende Berichterstattung kosten.

Diese Summen flossen zusätzlich zur normalen Presseförderung und den GIS-Gebühren – rechnet man alles zusammen, schüttete die Regierung fast 1 Milliarde Euro an die Medien aus. Und dabei sind Inseratenkosten noch nicht einmal eingerechnet. Allein von Jänner bis September beliefen sich die Kosten der türkis-grünen Regierung für Inserate, Fernseh- und Radiowerbung und Social-Media-Kampagnen auf 31,4 Millionen Euro, 4,3 Millionen im Monat. Und im November gönnte man sich gleich ein Vier-Jahres-Budget für Media- und Kreativleistungen in Höhe von 210 Millionen.

Wie gut das Geld angelegt ist, zeigt die Baby-Elefanten-Kampagne des Bundeskanzleramtes, die in Summe 3,17 Millionen Euro kostete. Etwas günstiger war da schon das „Kaufhaus Österreich“ – nach drei Monaten sperrt es jetzt wieder zu, Kostenpunkt 1,26 Millionen, doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Und auch die Anmeldeseite für die Schnelltests „oesterreich-testet.at“ schlug ordentlich zu Buche. Zwar erscheint die Erstellung der Seite mit 546.000 Euro gegenüber dem Kaufhaus Österreich fast günstig, aber monatliche Kosten für den laufenden Betrieb der Seite von rund 190.000 Euro lassen diesen „Vorsprung“ bald schwinden.

Kurz mal Steuergeld ausgeben: Wie die Regierung ihre Freunderl füttert